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Verdienstnadel in Silber würdigt Marianne Fruth

Oliver Bungers (r.) überreicht im Beisein von Robert Sommer (Mitte) die Verbandsnadel in Silber an Marianne Fruth, die Vorsitzende des Kelheimer Kanu-Clubs. Foto: Werner Götz

Bei der Tagung des Bezirk Niederbayern des Bayerischen Kanu-Verbands auf der MS Renate  erhielt unsere Vorstandsvorsitzende Marianne Fruth die Verdienstnadel in Silber für ihre herausragenden Leistungen im Bayrischen Kanu-Verband und ins besonderen bei uns im Kanu-Club Kelheim.

"Wenn man eine Person mit dem neugebauten Bootshaus in Kelheim in Verbindung bringt, dann bist Du das", begann BKV-Präsident Oliver Bungers seine Laudatio auf Marianne Fruth und überreichte ihr ihr im Anschluss die Verdienstnadel mit den Worten "Du bist eine Institution geworden, im Bayerischen Kanu-Verband gibt es niemanden, der deinen Namen nicht kennt".

Podestplätze für Kelheimer Rennsportler

Wie alle Sportarten hat dieses Jahr auch der Wildwasserrennsport mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Nichtsdestotrotz konnten im Herbst zwei Rennen mit Kelheimer Beteiligung und Erfolg gefahren werden. Besonders erfreulich ist, dass auch neue Fahrer für die Leistungsklasse der Herren gewonnen werden konnten. Insgesamt befindet sich die Renngruppe des KCK auf einem guten Weg.

Das erste der beiden Rennevents, der Münchener Kindl-Cup wurde von der TG München auf der Floßlände (Isar) südlich der Landeshauptstadt am Wochenende vom 19.-20.September ausgerichtet. Hier gab es einen Sprintlauf bei dem knapp 80 Kanutinnen und Kanuten um den Sieg kämpften. Die Konkurrenz war aus ganz Deutschland angereist. Kelheim war hier mit Matthias Gabler und Jan Roggenhofer (beide Herren-Kajak-Einer) und Sophia Gruber (Damen Kajak-Einer) in den Kajaks vertreten. Günther Bachhuber fuhr in der Klasse Masters D der Canadier-Einer. In der etwa einminütigen Sprintdisziplin sind selbst kleine Fahrfehler ausschlaggebend, daher setzten sich hier die Favoriten aus anderen Vereinen klar durch. Trotzdem holten die Kelheimer mit den Plätzen acht und neun bei den Herren K1 und Platz drei bei den Damen ordentliche Platzierungen. Günter Bachhuber holte außer Konkurrenz den Sieg in seiner Wertungsklasse.

Am Tag darauf fand der alljährliche Isarmarathon statt, ein kräftezehrendes Rennen von 20km Länge von Bad Tölz nach Wolfratshausen. Die Abordnung des KCK (allesamt Langdistanz-Spezialisten) rechnete sich hier deutlich bessere Chancen auf gute Platzierungen aus und wurde nicht enttäuscht. Für den KCK startete zusätzlich zum Vortag auch noch Ludwig Häckl im K1. Auf der leichten Wildwasserstrecke sorgten viele ins Wasser hängende Bäume für die größten Gefahren. Nach dem Durcheinander im Massenstart zog sich das Feld auseinander, wobei KCK-Aushängeschild Matthias Gabler eine Gruppe in seinem Tempo fand. Die KCK-Dame Sophia Gruber hatte weniger Glück, sie musste das gesamte Rennen allein bestreiten, was nach ihren Worten „schon anstrengend“ war. Insgesamt verlief das Rennen dann hervorragend für die Kelheimer Mannschaft. Matthias Gabler wurde mit einer Glanzleistung dritter bayerischer Meister in der Marathon-Disziplin. Sophia Gruber wurde zweite bayerische Meisterin. Ludwig Häckl holte mit einer guten Leistung den achten Platz bei seiner erst zweiten Teilnahme an dem Rennen. Jan Roggenhofer wurde in seinem ersten Rennen über die Marathondistanz zwar Letzter, war aber zuvor noch nie in im Wildwasser unterwegs und freute über die erfolgreiche Beendigung des Rennens. Für den Tagessieg war der amtierende deutsche Meister Nico Paufler (KK Rosenheim) verantwortlich, der der Konkurrenz bei den Herren mehr als acht Minuten abnahm.

 

Zwei Wochen später am 3.10. veranstaltete der Straubinger Kanu-Club bereits zum 54. Mal die Straubinger Rundenrekord-Regatta. Insgesamt kämpften hier etwa 50. Teilnehmer um Siege in einem Sprint- und danach in einem Classic-Rennen. Hier waren der KCK mit den vier Startern Jan Roggenhofer, Ludwig Häckl, Günter Bachhuber und Sophia Gruber in den Leistungsklassen vertreten. Der Lauf im Classic-Wettbewerb zählte als bayerische Meisterschaft. Die Kelheimer belegten die Plätze zwei und drei in der Herren-Wertung des Kajak-Einers. Sophia Gruber wurde 2. Bayerische Meisterin. Günter Bachhuber wurde Bayerischer Meister im C1-Classic. Im Touristenrennen wurde Bernd Ziegelmeier außer Konkurrenz Erster.

Nach Absage fast aller Veranstaltungen am Anfang des Jahres wurde der Saisonendspurt für die Kelheimer Rennsportgruppe noch ein voller Erfolg. Rennsportbeauftragte Sophia Gruber war mit den Ergebnissen der Sportler hochzufrieden. Auch das Gruppentraining am Samstag wurde dieses Jahr regelmäßig abgehalten.

Die weiteren Ziele für die nächste Saison sind das Aufrechterhalten des gemeinsamen Trainings und die Teilnahme an nationalen und internationalen Rennen. Weiter sind Trainingsneulinge vom Anfänger/-in bis zum Erfahrenen Paddler/-in immer willkommen. Boote und Paddel können vom Kanu-Club Kelheim ausgeliehen werden, um erste Erfahrungen im Rennboot zu machen. Alle sind herzlich eingeladen beim Training am Samstag vorbeizuschauen.

Sicherheit im Kanusport

Liebe Vereinsmitglieder,

hier eine Information:

Sicherheit im Kanusport

Der Kanusport ist ein toller Sport, bei dem sich Naturerlebnis und Bewegung geradezu ideal verbinden lassen. Es ist auch ein sicherer Sport, wenn man bestimmte Grundregeln beachtet.

  1. Nie ohne Schwimmweste!
    Die Schwimmweste ist ein absolutes Muss für den Paddler. Sie dient als Schwimmhilfe, Kälteschutz und, erleichtert im Falle einer Kenterung, die Bergung.
    Das Ausleihen von Vereinsbooten des KCK verpflichtet zum Tragen einer Schwimmweste!
  2. Die Kleidung muss den Bedingungen auf dem Wasser angepasst sein
    Eine Kenterung im kalten Wasser kann schnell lebensgefährlich werden! Also, die Kleidung soll schnelltrocknend sein und sich nicht mit Wasser vollsaugen. Funktionskleidung oder Neopren und Paddeljacke. Kleidung nach dem Zwiebelprinzip - verschiedene Lagen an Kleidung - bewährt sich auch beim Paddeln und kann dem Wetter angepasst werden. Noch ein Wort zum Schuhwerk – im Falle einer Kenterung, sollen die Schuhe dem Schwimmer nicht hinderlich sein, fest sitzen und Halt auch beim Landgang am unwegsamen Ufer bieten.
  3. Ausstattung des Bootes mit Auftriebskörpern
    Vor Antritt der Fahrt muss sich der Paddler vergewissern, ob sich im Boot Auftriebskörper befinden. Hat ein Boot abgedichtete Schotten, braucht es natürliche keine Auftriebskörper. Im Falle einer Kenterung läuft das Boot nicht komplett mit Wasser voll und kann leichter geborgen werden.
  4. Gefahren durch Uferbewuchs beachten
    Äste, die ins Wasser hängen oder im Wasser liegende Bäume sind Hindernisse, die unbedingt in ausreichender Entfernung umfahren werden müssen. Durch das anströmende Wasser kann der Paddler an das Hindernis gedrückt werden, dann ist eine Kenterung schnell passiert. Wenn sich der Paddler zusätzlich im Geäst verfängt, kann das ziemlich schnell gefährlich werden.
  5. Paddeln bei Gewitter und Sturm sollte man lieber bleiben lassen
    Erstens macht es nicht wirklich Spaß und zweitens sollte offenes Wasser bei Gewitter gemieden werden.
  6. Richtiges Verhalten im Schiffsverkehr
    Ausflugsschiffe und Frachtschiffe haben immer Vorfahrt. Ausflugsschiffe, das gilt vor allem für unser Paddelrevier in Kelheim, können keine Rücksicht auf Paddler nehmen. Zu beachten ist auch der Wellengang, der den Paddler bei der Passage eines „Dickschiffes“, in eine wackelige Lage bringen kann.
  7. Richtiges Einschätzen von eigenem Können und körperlicher Leistungsfähigkeit
    Fehleinschätzung gefährdet die eigene Sicherheit und die der Mitpaddler (Kanadier). Wenn man sich unsicher ist, kann eine Ausfahrt mit einem erfahrenen Vereinskollegen eine gute Übung sein.
  8. Paddeln in der Gemeinschaft macht Spaß und dient der Sicherheit
    Nach dem Motto gemeinsam sind wir stark und wir helfen uns gegenseitig.
  9. Informationen zum Wasserstand einholen
    Paddeln bei Hochwasser oder erhöhtem Wasserstand kann lebensgefährlich werden und auch Retter in Gefahr bringen.
    Infos zum Wasserstand findet ihr in der Sidebar unserer Homepage, unter der Internetadresse www.hnd.bayern.de/pegel/donau_bis_kelheim/kelheim-10053009 oder ihr ladet euch die App fürs Smartphone „Mein Pegel“ im Google Play Store/ Apple App Store herunter.

Eure Vorstandschaft

Artenhilfsprogramm Huchen

Liebe Vereinsmitglieder,

das Wetter lockt zum Bootfahren. Auch in diesem Jahr hat der Kreisfischereiverein wieder ein Projekt zur Wiederansiedlung des Huchen in der Donau gestartet. Nachfolgend die Bitte des Kreisfischereivereins um Rücksichtnahme:

Text von Manfred Beck, 1. Vorsitzendenden des Kreisfischereivereins Kelheim e.V.

Wir möchten euch informieren, dass wir gestern Nachmittag in der Donau, unterhalb der „Amerika-Insel“ schwimmende Kästen platziert haben. Es handelt sich dabei, wie auch im Mai 2019 durchgeführt, um ein gemeinsames Projekt mit der Fachberatung für Fischerei des Bezirks Niederbayern mit dem Ziel, den ursprünglich hier heimischen Huchen (Donaulachs) wieder anzusiedeln und einen sich selbst reproduzierenden Bestand in der Weltenburger Enge aufzubauen

In den geschlossenen (verschraubten) und mit Leinen fixierten Kästen befinden sich befruchtete Hucheneier im sogenanten „Augenpunktstadium“. Der Gedanke dabei ist, dass Fische die im frei fließenden Gewässer geboren werden, ein natürliches Fress- und Fluchtverhalten entwickeln und die überlebenden Individuen sich dann später in diesem Donauabschnitt wieder fortpflanzen. Wir werden den Fortschritt der Ei-Entwicklung die nächsten Tage / Wochen ständig kontrollieren und hoffen, dieses Projekt erfolgreich abschließen zu können.

Bitte informieren Sie Ihre Mitglieder über diese Aktion, verbunden mit der Bitte, von den Kästen Abstand zu halten, diese nicht zu öffnen, oder gar aus dem Wasser zu heben.

Für Rückfragen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Beck
1. Vorsitzender

Weltenburger Enge ist Nationales Naturmonument

Seit dem gestrigen Donnerstag, den 13. Februar, ist es offiziell, die Weltenburger Enge ist nun Nationales Naturmonument.

Der bayrische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Umweltminister Thorsten Glauber und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber gaben zusammen mit den Landrat des Landkreis Kelheim Martin Neumeyer hierzu bei der Einweihungsfeier beim Kloster Weltenburg den Startschuss.

Ein paar Tage zuvor, am 11. Februar 2020, hat die bayerische Staatsregierung die Ausweisung des ersten Nationalen Naturmonuments in Bayern in der Weltenburger Enge beschlossen.

Auch der Kanu-Club Kelheim war bei dieser Einweihungsfeier vertreten - wie es sich für uns gehört natürlich mit dem Kanu auf den Wasser.

Das Nationale Naturmonument umfasst eine Fläche von rund 197 Hektar und bildet das Kerngebiet der geschützten Natur und Landschaft rund um die Weltenburger Enge. Es ist umgeben von zahlreichen bedeutenden Kulturschätzen, wie zum Beispiel das Kloster Weltenburg und die Befreiungshalle. Die Verordnung tritt am 01.03.2020 in Kraft.

Der wichtigste Punkt im Entwurf der Verordnung zum Nationalen Naturmonument für alle Kanuten erlaubt die weitere Ausübung von Kanusport in dem geschützten Bereich. Konkret heißt es darin "Als Teil des wasserrechtlichen Gemeingebrauchs ist die Ausübung des Kanusports zulässig [...]" (vgl. Verordnungs-Enwurf).
Somit können wir unser Paddelgebiet weiterhin ohne Einschränkungen nutzen.

Nachfolgend noch der Beitrag des Lokalsenders TVA, in dem wir auch zusehen sind:

(Quelle: TVA)

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